Skidmore vs. Led Zeppelin – Prozess um „Stairway to Heaven“ wird neu verhandelt

Ein aktuelles Urteil, dass für Freunde der Rockmusik und Fans der legendären Band Led Zeppelin interessant sein dürfte:

Das höchste für Kalifornien zuständige Bundesberufungsgericht, der United States Court of Appeals for the Ninth Circuit hat am 28.09.2018 das erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts für Led Zeppelin in einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung aufgehoben, in der behauptet wird, Led Zeppelin habe den Welthit „Stairway to Heaven“ teilweise von dem Lied „Taurus“ des Spirit- Bandmitglieds Randy Wolfe kopiert. Das Gremium stellte fest, dass mehrere Anweisungen (Jury Instructions) des Bezirksgerichts an die Geschworenen fehlerhaft waren. Der Rechtsstreit wurde daher zur Neuverhandlung an das erstinstanzliche Gericht, das United States District Court for the Central District of California, zurück verwiesen.

Das Berufungsgericht entschied auch, dass der Umfang des Urheberrechtsschutzes für ein unveröffentlichtes Werk nach dem Urheberrechtsgesetz von 1909 (Copyright Act of 1909) durch die Hinterlegungskopie definiert ist, und die Tonaufnahmen von „Taurus“, wie sie von Spirit durchgeführt wurden, nicht hätten zum Nachweis wesentlicher Ähnlichkeit verwendet werden dürfen. Im erstinstanzlichen Verfahren, in dem Led Zeppelin in der Hauptsache obsiegt hatten, wurde den Musikern  die Erstattung Ihrer Anwalts- und Gerichtskosten verwehrt. Es ist möglich, dass diese Entscheidung nun zugunsten von Led Zeppelin in dem neu zu verhandelnden Prozess revidiert wird. Alles ist jedoch wieder offen.

Hier finden Sie die Entscheidung im Wortlaut: Skidmore vs. Led Zeppelin, Ninth Circuit Court of Appeals.

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